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20 Jahre Pflegeversicherung – eine Bilanz?!

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13.03.2014
Als „ernüchternd“ für Betroffene und das Pflegepersonal wurde die Wirkung der Pflegeversicherung anlässlich ihres 20. Geburtstages im ARD-Morgenmagazin von dem Reporter Sven Loring bezeichnet. Sie sei  den wachsenden Herausforderungen in ihrer jetzigen Form nicht mehr gewachsen. Dem demografischen Wandel sei es zudem geschuldet, dass immer mehr Menschen der Pflege bedürfen. Betroffene sind im Pflegebereich zunehmend auf staatliche Unterstützung angewiesen. Die Arbeitskräfte der Pflegebranche werden systematisch überfordert und viel zu wenig wertgeschätzt. Trotz der enormen psychischen und physischen Belastungen werden sie noch immer zu gering bezahlt.

In der Pflege muss sich dringend etwas ändern! - So fordern es seit Jahren viele Betroffene, Angehörige und Pflegende. Auch der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD teilt diese Forderung. Eine Pflegereform und die damit verbundene Anhebung der Beitragssätze (bis zu 0,5 Prozent) sollen spätestens ab 2015 erfolgen. Wie der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im ARD-Morgenmagazin betont, sollen Betroffene dadurch besser versorgt, die Bedürfnisse von Menschen mit dementieller Erkrankung im neuen Pflegebegriff integriert und auch die Situation pflegender Angehöriger verbessert werden. Er betont: „Ziel ist mehr Zeit für die Pflege“. Zukünftig werden 6 Milliarden Euro in die Verbesserung der Pflege, „vor allem in [die] bessere[n] Ausstattung der Pflegeeinrichtungen mit Betreuungskräften“ einfließen, um den individuellen Bedürfnissen der Menschen mit Pflegebedarf gerecht zu werden.

Die Bundesinitiative Daheim statt Heim unterstützt die Bestrebungen, die dramatische Entwicklung der Pflege zu verbessern. Eine echte Reform der Pflegeversicherung ist nach Ansicht von Daheim statt Heim überfällig. Schade nur, dass Bundesminister Gröhe seinen Fokus immer noch sehr starr auf die Förderung stationärer Pflegeeinrichtungen legt. Ohne Frage muss die „Pflege am Boden“ wieder auf die Füße gestellt werden! Die Selbstbestimmung der Menschen darf aber nicht aus dem Blick geraten. Das bedeutet, wie Norbert Blüm, ehemaliger Bundesarbeits- und -sozialminister, zu diesem Thema im ARD-Morgenmagazin richtig feststellt, dass man „die Pflegebedürftigen nicht rausschieben, sondern im Leben integriert lassen“ muss.

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