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Bundesinitiative
DAHEIM STATT HEIM e.V.
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Präventionsgesetz greift zu kurz

12.05.2015

Das Präventionsgesetz wird derzeit im Deutschen Bundestag beraten. Verschiedene Verbände begrüßten die Initiative, die schon seit vielen Jahren diskutiert wird, machten aber auch Kritikpunkte deutlich. So verwies der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband in seiner Mitgliederzeitschrift darauf, dass der Gesetzentwurf unzureichend wäre, da er die gesundheitliche Chancengleichheit nicht effektiv fördere. Insbesondere der Sozialraum und das Wohnumfeld der Bevölkerung werden noch nicht ausreichend in die Überlegungen des Gesetzgebers einbezogen. Um dies zu ändern, schlägt der Vorsitzende des Verbandes die Nutzung des Bundesprogramms „Soziale Stadt“ vor. Dies wäre ein gutes Instrument, das genutzt werden sollte.

Die Bundesinitiative Daheim statt Heim unterstützt die Überlegungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und gibt zu bedenken, dass die Gesundheits- und Pflegeprävention eine der wichtigsten Investitionen in eine demografiefeste Gesellschaft ist. Nur wenn wir im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen und das sind vor allem Wohnung und Arbeitsstelle für Krankheit und Pflegebedürftigkeit präventiv begegnet wird, können die Menschen bis ins hohe Alter in der selbst gewählten Umgebung bleiben. Frühzeitige chronische Erkrankungen, Erwerbsminderung und Pflegebedürftigkeit führen nur dazu, dass die Menschen Selbständigkeit und Autonomie verlieren.

Die Politik sollte sich überlegen, ob sie die horrenden Kosten für Pflegeheime in der Zukunft noch bezahlen kann oder ob es nicht an der Zeit ist, eine effektive und ganzheitliche Prävention über die Grenzen der Leistungsträger Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung hinweg anzustreben.

Presse