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Bundesinitiative
DAHEIM STATT HEIM e.V.
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Aktuelle Studie: Nur ein Drittel schätzt die eigene Wohnsituation als altersgemäß ein

29.09.2015

Viele Deutsche machen sich Sorgen um ihre Versorgung im Alter. Darauf weist eine bisher noch unveröffentlichte Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hin. Die Bundesinitiative Daheim statt Heim fordert daraufhin eine Verstärkung der Anstrengungen für den barrierefreien Wohnungsumbau und das Bewusstsein für eine rechtzeitige Planung der „dritten Lebensphase".


72% bewerten das Thema „Vorsorge bei Pflegebedürftigkeit" als „extrem wichtig", jeder Zweite macht sich aber Sorgen. Leider werden daraufhin nur wenige aktiv, um dem Pflege- und Armutsrisiko im Alter vorzubeugen. Obwohl ca. Zwei Drittel der Befragten die eigene Wohnsituation als nicht altersgemäß einschätzt, wollen sie nur dann in ein Pflegeheim, wenn es nicht mehr anders geht.


Die Angst, Angehörige, Freunde oder Nachbarn zu überlasten spielt hier eine große Rolle. Zwei Drittel der Befragten würden den Umzug in ein Pflegeheim in Kauf nehmen, wenn Sie dadurch unabhängig bleiben und niemanden belasten. „Das ist kein Wunsch, sondern ein Zugeständnis der älteren Generation an die Jüngere, das uns teuer zu stehen kommen wird", so Silvia Schmidt, Vorsitzende der Initiative.


Aus Sicht der Bundesinitiative heißt das für die Politik, es müsse noch mehr für den barrierefreien Umbau des Wohnungsbestandes getan werden. Insbesondere brauche es rechtzeitige Aufklärung und Beratung über die vorhandenen Förderinstrumente, z.B. den Zuschuss der Krankenkassen bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Aber auch eine flächendeckende Aufwertung des Wohnungsbestandes sollte überlegt werden, denn Pflegeheime seien nicht nur für den Einzelnen, sondern für die Gesellschaft insgesamt zu teuer.


Ältere Menschen sollten sich nicht erst im hohen Alter über die Möglichkeiten selbstbestimmten Alterns informieren, sondern rechtzeitig gemeinsam mit den nahestehenden Personen die eigenen Wünsche zu besprechen. Eine professionelle Beratung kann diesen Prozess begleiten.

Presse