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Bundesinitiative
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3Sat deckt die Machenschaften mit Pflege-Immobilien auf

29.07.2015

Es ist keine neue Erkenntnis, dass in Deutschland viel Geld mit Pflege-Immobilien verdient wird. Die Renditen liegen weit über den mageren Zinsen der Sparer. Dennoch ist es immer wieder wichtig, dass unabhängige Medien über diese Entwicklung berichten, denn sie geht zulasten der Sozialen Pflegeversicherung und der kommunalen Kassen.

Die Vorsitzende der 2006 gegründeten politischen Initiative „Daheim statt Heim“ stellt fest: „Die Re-Finanzierung der Pflegeheime tragen derzeit die BeitragszahlerInnen, die in der Pflege tätigen MitarbeiterInnen und nicht zuletzt die Pflegebedürftigen und deren Angehörige, die für hohe Renditen bluten müssen.“

Die Bundesinitiative fordert die Politik daher auf, an den erfolgreichen Weichenstellungen der vergangenen Jahre im Sinne von „ambulant statt stationär“ festzuhalten und mehr Geld in wohnortnahe Netzwerke zu investieren, um Angehörige zu entlasten und zu befähigen, mit der Pflegebedürftigkeit ihrer Angehörigen umzugehen. „Die Gesellschaft wird überfordert, wenn kein deutliches Signal kommt“, so Silvia Schmidt.

Die Sendung „Pflegeheim Monopoly - Wenn der alte Mensch zur Ware wird“ vom 25. Juni 2015 des Senders 3Sat hat diesen Sachverhalt aufgegriffen. Die Sendung ist leider nicht mehr in der Mediathek des Senders verfügbar, aber eine lesenswerte Zusammenfassung zeigt, worauf die Autoren hinaus wollen. (Link: http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/182369/index.html)

Die Autoren haben leider trotz vieler richtiger Erkenntnisse noch nicht aufgenommen, dass die Pflege in der Häuslichkeit – flankiert von präventiven Maßnahmen, zielgerichteter und aufsuchender Beratung und einem wohnortnahen Netzwerk aus ehrenamtlichen und professionellen Diensten - deutlich kostengünstiger und menschenwürdiger als eine Heimunterbringung ist. Es gibt zahllose Alternativen wie Pflege-WGs im ganzen Land. Es ist unverständlich, dass das Pflegeheim noch immer so finanziert wird, als wäre es ein zukunftsweisendes Versorgungsmodell.

Presse