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Bundesinitiative
DAHEIM STATT HEIM e.V.
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Persönliche Assistenz ist eine echte Alternative

(v.l.) Annette Kramme MdB (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales mit Silvia Schmidt, Initiatorin der Bundesinitiative Daheim statt Heim e.V. und Vorsitzende des Fördervereins
22.06.2015

Europäische Transferkonferenz zum Stand von Inklusion durch Persönliche Assistenz war ein voller Erfolg

Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung ist ein immer wichtigerer Trend in mehreren europäischen Ländern. Jedoch wird diese dort sehr unterschiedlich ausgestaltet. So lautet die Haupterkenntnis aus einem aktuellen Forschungsprojekt, das am Donnerstag, 18.6.2015, auf einer Konferenz der Bundesinitiative Daheim statt Heim e.V. zum Thema „Inklusion durch Zugang zu persönlicher Assistenz für Menschen mit Behinderungen 2010-2020" in Berlin vorgestellt wurde. Rund 100 Fachbesucher informierten sich über die Vor- und Nachteile ehrenamtlicher und professioneller Assistenz im internationalen Vergleich. Zu den Rednerinnen zählten hochrangige Gäste wie die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Anette Kramme (SPD) sowie die Leiterin des Arbeitsstabes der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Ulrike Geith. Silvia Schmidt, Vorsitzende der Bundesinitiative Daheim statt Heim e.V. eröffnete die Konferenz. Auf Einladung von Verena Bentele, der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, fand die Konferenz im Berliner Kleisthaus, dem Sitz der Beauftragten statt.

„Persönliche Assistenz ist ein Thema, das in der politischen Auseinandersetzung in Deutschland gerade jetzt im Zuge der Vorbereitungen der Verhandlungen zum Bundesteilhabegesetz brennt. Insofern passt es, dass diese Konferenz gerade jetzt stattfindet“, freute sich Ulrike Geith und betonte: „Es ist wunderbar, dass hier ein europäischer Lernprozess stattfindet.“

„Der umfassende Zugang zu persönlicher Assistenz, eine ausreichende Finanzierung und die umfassende Umsetzung dieses Rechtes sind die Kernforderungen unserer Initiative. Und davon rücken wir nicht ab“, sagte Silvia Schmidt in ihrer Eröffnungsrede. „Aber wir wollen auch wissen: Wie gehen unsere europäischen Nachbarn mit diesem Thema um?“

Aus diesem Grund hatte die Bundesinitiative Daheim statt Heim e.V. ihre europäischen Partner eines Leonardo da Vinci Partnerschaft-Projektes eingeladen, auf der Konferenz über die Ergebnisse ihrer Arbeit zu berichten: Zu den Inhalten des Projekts, das 2013 startete, zählte beispielsweise eine Untersuchung über das Verständnis von persönlicher Assistenz in sieben europäischen Ländern, darunter: Großbritannien, Litauen, die Niederlande, Spanien, Polen, Tschechien und Deutschland. Daneben wollten die Forscherinnen und Forscher herausfinden, was Menschen mit Behinderung in den einzelnen Ländern über persönliche Assistenz als Service überhaupt wissen. Schließlich untersuchten die Projektteilnehmer auch die Möglichkeiten professioneller und ehrenamtlicher persönlicher Assistenz im europäischen Vergleich.

Ein eindeutiges Rezept für bestmögliche persönliche Assistenz lässt sich aus den Ergebnissen nicht ableiten. Vielmehr zeigt die Untersuchung die Vielfalt der Möglichkeiten aber auch die Defizite auf, die im Zusammenhang mit persönlicher Assistenz bestehen.

Nach der Konferenz verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forschungsprojekts ein Memorandum zum Verständnis persönlicher Assistenz, zum Berufsbild sowie den notwendigen Veränderungen und Qualifizierungsbedarfen.

Die Projektpartner des Projekts „Inklusion durch Zugang zu persönlicher Assistenz für Menschen mit Behinderungen – Selbstverständnis und Beruf von Persönlichen AssistentIinnen – EU Disability Strategy 2010-2020“ im Einzelnen:

Verein zur sozialen und beruflichen Integration e.V. (Bundesrepublik Deutschland), Asociacija „Iniciatyvu tinklas“ (Litauen), REINTEGRA (Czech Republik), Biuro Obsługi Inicjatyw Europejskich Sp. z.o.o (Polen), AYUNTAMIENTO DE TORRE PACHECO (Spanien), THE ELEPHANT Learning in Diversity BV (Niederlande), Social Enterprise Europe Ltd (Großbritannien), Bundesinitiative Daheim statt Heim (Bundesrepublik Deutschland).



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