• Kontakt
  • Leichte Sprache
  • Sitemap
  • Impressum
Bundesinitiative
DAHEIM STATT HEIM e.V.
Text groß Text reset Text klein
 
 

Wir werden niemals vergessen!

27.01.2015

Am Gedenkort, Tiergartenstraße 4, in Berlin hat die Bundesinitiative Daheim statt Heim, zusammen mit vielen Politikern, Betroffenen und anderen Vereinen eine Schweigeminute eingelegt und mit einem Kranz der Opfer gedacht, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, leitete vorher mit bewegenden Worten die Gedenkfeier  ein.

 

Der NS-Staat strebte eine einheitliche, „rassisch reine“, gesunde Gesellschaft an. Jeder, der „anders“ war, konnte verfolgt, verletzt oder ermordet werden. Psychisch kranke Menschen und geistig behinderte sowie als unheilbar eingestufte Patienten wurden zu hunderttausenden zwangssterilisiert und ab 1939 in Deutschland und vielen besetzten Gebieten ermordet.

Liest man auch nur ansatzweise die Berichte über diese Taten, ist das Grauen, das sich in den Schicksalen der einzelnen Menschen abzeichnet nicht erträglich, nicht vorstellbar, unfassbar.

Wehrlose, nicht in das „Einheitsbild“ der NS-Zeit passende Menschen, wurden verfolgt, denunziert und getötet. Erst nachhaltige Proteste durch Bürger/innen,  Kirchen und Anstaltsleitern wie z.B. Bodelschwingh bewirkten, dass das sogenannte T4 Programm 1941 gestoppt wurde. -

 

Silvia Schmidt mit Kerstin Tack von der SPD-Bundesfraktion
Silvia Schmidt mit Kerstin Tack von der SPD-Bundesfraktion

Die Bundesinitiative Daheim statt Heim e.V. hat es sich seit langem zur Aufgabe gemacht Missstände im Bereich der Pflege anzuprangern und für das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderungen einzutreten.

Das tausendfache Leid behinderter Menschen ist uns Mahnung und gleichzeitig Ansporn nachhaltig für die Verwirklichung der Menschenrechte, wie sie insbesondere in der UN-Behindertenrechtkonvention formuliert sind, zu kämpfen.

Silvia Schmidt, Vorsitzende der Bundesinitiative Daheim statt Heim e.V.  stellt in diesem Zusammenhang fest:

„Auch 76 Jahre nach den Verfolgungen und Ermordungen durch die Nationalsozialisten müssen wir wachsam bleiben. Nach wie vor findet Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen in Deutschland statt.“

Eine inklusive Gesellschaft, wie sie nach der UN - BRK umgesetzt werden soll, kann nur funktionieren, wenn sich ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger ein Leben in Vielfalt vorstellen kann.

„Die Versuche im Bildungsbereich, sowie im ersten Arbeitsmarkt, Wissen und Leistung als alleinige Maxime menschlicher und charakterlicher Entwicklung zu postulieren, führt zu erneuter Ausgrenzung  von Menschen mit Behinderung.“

 

„Die Bundesinitiative fordert daher die verantwortlichen Parteien auf, umfassende Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung dezentral in den Kommunen aufzubauen.

Insbesondere unabhängige Beratungsstellen für Betroffene sind hierbei ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen inklusiven Politik.“

Presse