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Bundesinitiative
DAHEIM STATT HEIM e.V.
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„Seniorenpolitischer Erfahrungsaustausch“ im Landtag Potsdam am 19.6.2014

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23.06.2014
Silvia Schmidt hat die Bundesinitiative Daheim statt Heim e.V. am 19.06.2014 im Brandenburger Landtag im Rahmen des „Seniorenpolitischen Erfahrungsaustausch“ – initiiert durch „DIE LINKE“ - vorgestellt und das damit verbundene Interesse der Bundesinitiative sich in der Region Brandenburg zu engagieren, hervorgehoben.


Anita Tack, Gesundheitsministerin des Landes Brandenburg, eröffnete die Veranstaltung mit ihrer punktgenauen Darstellung der Situation Brandenburgs: Statistisch gesehen sind 60% der Generation 65+ zufrieden mit der Lebenssituation. Eine Studie hat jedoch gezeigt, dass höhere Bildung zu gesünderem Altwerden führt.
Jeder 10. Brandenburger der Generation 65+ lebt in einer Armutsgefährdung und gerade hier muss die Politik Präventivmaßnahmen und –gesetze zur Förderung der Mobilität auf den Weg bringen!
Denn die Mobilität des Einzelnen ist einer der Schlüssel zum gesunden und selbstbestimmten Leben im Alter; je höher die Mobilität ist, desto geringer ist die Gefahr, pflegebedürftig zu werden.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat in einer Studie herausgefunden, dass der Supermarkt der Zukunft anders und insbesondere seniorengerecht strukturiert werden muss. Dies sei eine zwingende Grundlage, denn Bewegung ist wichtig.

Weiterhin wies Anita Tack darauf hin, dass die Krankenhausstandorte in Brandenburg erhalten wurden und werden und das Netz an Tageskliniken erweitert wurde. Gemeindeschwestern, hochqualifiziert ausgebildetes Fachpersonal, sind im Land Brandenburg an mehreren Standorten erfolgreich eingesetzt worden. Modellprojekte wie „AGNES 2“ müssen weiterhin voran getrieben werden.

Die Bundesinitiative Daheim statt Heim unterstützt diese Vorhaben und will sich in Brandenburg gerne intensiver einbringen. Auch die Bundesinitiative steht dafür, dass ein Präventionsgesetz zur Vermeidung von Pflege und Stärkung der Eigenständigkeit endlich auf den Weg gebracht wird.

Kornelia Wehlan, Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming stellte ihren geographisch weitläufigen und somit infrastrukturell schwierigen Landkreis vor. Die Mobilitätsfrage ist vor allem eine Finanzfrage in ländlichen Bereichen. Die Region Teltow-Fläming mit einem guten infrastrukturellen Netz für Senioren aufzuwerten, sei schlicht eine Frage des Geldes.

Frau Hustig, Bürgermeisterin aus Nuthetal, wiederum macht sich in Ihrem Kreis stark für bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum und geht mit ihrem Projekt „Mehrgenerationenhäusern“ bespielhaft voran. In ihrer Struktur ermöglichen Mehrgenerationenhäuser würdevolles Altern bei größtmöglichem Erhalt der Selbstständigkeit.
Hier möchte die Bundesinitiative Daheim statt Heim sich nochmals intensiver bei einem vor Ort Termin informieren und eine projektbezogene Zusammenarbeit prüfen.

Die Bundesinitiative Daheim statt Heim möchte ein Umdenken auf politischer Ebene erreichen, denn Fördermittel – gerade für barrierefreien Wohnraum – sind zwingend notwendig und müssen schnellstmöglich durch entsprechende Gesetze auch festgeschrieben werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung besuchte Silvia Schmidt noch spontan eine Veranstaltung des Paritätischen Landesverbandes im Potsdamer Landtag unter der Überschrift: „Mitbestimmt! Gemeinsam wählen. Wir fragen – Politiker*innen antworten“

Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen in Brandenburg im September 2014 wurde zu diesem Gespräch aufgerufen um Menschen mit Behinderung aktiver in die Politik einzubinden und individueller auf deren Bedürfnisse einzugehen. Die einzelnen Arbeitsgruppen hatten in mehrwöchiger Vorbereitung einen Fragenkatalog erarbeitet und die Politiker des Landtags standen Rede und Antwort.
Einige betroffene Werkstatt-Mitarbeiter kannten Silvia Schmidt noch persönlich aus ihrer politischen Zeit als Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion und luden sie spontan zu der Diskussionsrunde ein.

Presse