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20 Jahre: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

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02.07.2014
Am 30.06.2014, dem 20. Jahrestag der Ergänzung des Artikel 3 des Grundgesetzes, fand am Reichtstagufer/Ecke Wilhelmstrasse um 13 Uhr eine Kundgebung statt, welche von Ottmar Miles-Paul, einem anerkannten Kämpfer für die Durchsetzung der Rechte behinderter Menschen in der Gesellschaft und ehem. Beindertenbeauftragter aus Reinland-Pfalz, initiiert wurde.
Neben Betroffenen und Unterstützern waren auch aktive und ehemalige politische Vertreter der CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen und DIE LINKE vor Ort und unterstützten die Aktion.

Den Statements und Interviews war erfreulicherweise zu entnehmen, dass parteiübergreifend Einigkeit darüber herrscht, ein gutes Bundesteilhabegesetz schnellstmöglich auf den Weg bringen zu wollen.
Behinderte Menschen und deren Partner/Angehörige dürfen nicht länger arm gemacht und in die Sozialhilfe gedrängt werden. Sonderwelten wie Wohnheime, Förderschulen und Werkstätten, die die behinderten Menschen an den Rand der Gesellschaft stellen, dürfen keinesfalls - wie heute üblich - die Regel sein. Es gilt, die Inklusion behinderter Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft zu erreichen. 


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Insbesondere Dr. Sigrid Arnade vom Behindertenverband NETZWERK ARTIKEL 3 beeindruckte mit ihrem Beitrag: Sie blickte mit Auzügen aus Hans-Jochen Vogels letzter Bundestagsrede von 1994 auf den Beschluss der Änderung des Grundgesetzes zurück. Hans-Jochen Vogel war ein Befürworter und Vorantreiber dieses Beschlusses. Seit 1990 setzte Dr. Arnade sich – zusammen mit vielen Betroffenen und Verbänden – für das Benachteiligungsverbot ein, heute kämpft auch sie für ein gutes Bundesteilhabegesetz, gegen Benachteiligung und Ausgrenzung behinderter Menschen in der heutigen Gesellschaft.

Doch den Worten sollten auch Taten folgen und so schrieb Andrea Schatz, die sich im Netzwerk behinderter Frauen Berlin engagiert, an die Glastafeln mit dem Text des Grundgesetzes von 1949 vor dem Jakob-Kaiser-Haus den Satz "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden", der am 30.06.1994 in Kraft getreten und bisher auf den Tafeln nicht enthalten ist. Derart visualisiert wird es hoffentlich den einen oder anderen Bürger zum Nach- und Umdenken anregen.
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